Brünieren

Zeigt alle 2 Ergebnisse


Ästhetik und Rostschutz durch Brünieren

Das Brünieren ist ein traditionelles Verfahren zum Korrosionsschutz. Es überzieht das eisenhaltige Bauteil mit einer speziellen Schicht aus so genanntem Edelrost. Dadurch wird das darunter liegende Material luftdicht versiegelt und vor einer fortschreitenden Korrosion geschützt. Das Metall wird durch das Brünieren schwarz bis bläulich schimmernd. Da das Brünieren eine sehr sichere Methode des Korrosionsschutz ist, hat sie sich für das Konservieren von Waffen durchgesetzt.

Warum Brünieren und nicht Beschichten?

Das Brünieren war lange Zeit ohne Alternative, wenn man seine Waffe dauerhaft vor Rost schützen wollte. Alle anderen Beschichtungsarten wie Lackieren, Verzinken oder Verchromen kamen mit den hohen Beanspruchungen an einer Waffe nicht zurecht. Die schnellen, schlagartigen Bewegungen, der Explosionsdruck und die plötzlichen Temperaturunterschiede in einer Waffe lassen jede Form der Beschichtung abplatzen. Das hat sich durch moderne Werkstoffe heute zwar etwas geändert. Dennoch sind verchromte oder lackierte Waffen bis heute eher die Ausnahme. Der schwarzblaue Schimmer des Brünierens ist nach wie vor die bevorzugte Farbe einer Waffe.

Übersicht über die Brünierungsarten

Industriell wird die Brünierschicht durch ein Bad in Natronlauge erreicht. Im privaten Hobbybereich ist diese Methode jedoch viel zu gefährlich, da Natronlauge eine besonders stark ätzende Substanz ist. Beim Brüniervorgang entstehen außerdem heiße Dämpfe die beim Einatmen sehr ungesund sind. Auch wenn heißes Brünieren sehr schnell geht, wir raten dir dringend davon ab. Statt chemischer Experimente empfehlen wir dir die ungefährlichen Mittel für ein wirkungsvolles Kaltbrünieren.

Um seine Waffe brünieren zu können, bietet der Markt geeignete Mittel zur Schnellbrünierung an. Dieses Kaltbrünieren ist völlig gefahrlos und ideal um als private Person Metall brünieren zu können. Jedoch sind dem Stahl Brünieren natürliche Grenzen gesetzt. Es lassen sich nur bestimmte Stahlsorten auf diese Weise mit einer Rostschutzschicht versehen. Edelstahl brünieren funktioniert beispielsweise nicht. Es ist allerdings auch nicht erforderlich, da Edelstahl seinerseits bereits rostfrei ist. Hier empfiehlt sich eher ein Aufpolieren auf Hochglanz. So erreichst du, vor allem im Kontrast mit einer teilbrünierten Waffe, einen sehr schönen Kontrast.

Zuerst wird gereinigt

Es macht keinen Sinn, eine schmutzige Waffe mit einer Brünierschicht zu versehen. Vor dem Auftragen des Brüniermittels kommt deshalb als erster Schritt eine gründliche Reinigung deiner Waffe. Zerlege sie dazu in die Einzelteile und nimm dir Bauteil für Bauteil vor. Ballistol, Birchwood Casey und Brunox bieten dir eine große Auswahl geeigneter Pflege– und Reinigungsmittel für deine Waffe. Lass die Waffe zerlegt und bearbeite sie zum Brünieren Bauteil für Bauteil.

Vorher kommt das Schleifen

Bevor du mit dem Auftragen des Brüniermittels beginnen kannst, ist Muskelkraft und Geduld gefragt. Das Selbstbrünieren kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn eine zerkratzte Waffe wieder aufgehübscht werden soll. Dazu bearbeitest du die Waffe zunächst mit feinem Schleifpapier bis du ein gleichmäßiges, optisches Ergebnis bekommst. Bei dieser Gelegenheit kannst du auch tiefe Kratzer und Scharten heraus schleifen.

Dann wird entfettet

Der größte Feind deiner Brünierschicht ist Fett. Übertragungen von Fett ist schon beim Anfassen der Waffe unvermeidlich. Nicht entfettete Oberflächen verzeihen dies beim Brünieren nicht: Das Mittel hält einfach nicht und du bekommst unschöne Flecken. Zum Entfetten genügt im Grunde ein Kaltentfetter oder Bremsenreiniger. Eine andere gute Alternative stellt ein Silikonreiniger dar. Dieses Mittel wird auch beim Lackieren von Karosserien verwendet und erzielt dort die besten Ergebnisse. Du sprühst die abgeschliffene Waffe einfach damit ein und lässt es verfliegen. Dabei spülst du auch gleichzeitig den Schleifstaub aus deiner Vorbereitung ab. Aber nun ist es ganz wichtig, dass du die Waffe nicht mehr mit bloßen Händen anfasst. Nimm dazu Einmalhandschuhe aus Latex. Diese liegen einigen hochwertigen Brünierset's bei.

Brünieren mit Präzision

Nach dem Schleifen trägst du mit einem Pinsel das Brüniermittel nach Herstellervorschrift vorsichtig auf. Kontrolliere dein Ergebnis immer wieder, wenn die Brünierschicht getrocknet ist. Teilweise lässt sich das Ergebnis durch mehrmaliges Auftragen noch verbessern. Manchmal musst du aber eben wieder etwas Abschleifen und Nachbrünieren. Aber glaub uns – die Mühe lohnt sich, auch wenn es länger dauert als Heißbrünieren. Du kommst damit sehr gut zum Ziel, ohne dabei deine Gesundheit zu gefährden. Wenn du zufrieden mit dem Ergebnis bist, baust die Waffe wieder zusammen.

Mit den Brüniermitteln und Brüniersets aus unserem Shop hast du die Wahl zwischen einem traditionellen Grauschwarz oder einem sehr elegantem bläulichen Schimmer, der an eloxiertes Aluminium erinnert. Wenn du dir ein wenig Mühe geben willst, kannst du mit beiden Brüniermitteln auch sehr interessante Kontraste auf deiner Waffe herstellen. So wird sie beim nächsten Besuch im Schießstand zu einem echten Hingucker.